Ayahuasca im Amazonas – Zurück zur Quelle
- Pandorita Team

- 3. Dez. 2025
- 3 Min. Lesezeit
Ayahuasca ist mehr als nur eine Medizin. Es ist eine Lehrerin. Eine Linie. Eine heilige Liane, die seit Jahrhunderten von den indigenen Völkern des Amazonas verehrt, gehütet und überliefert wird.
In den letzten Jahren hat sich Ayahuasca über den gesamten Globus verbreitet, von traditionellen Dschungel-Malokas bis zu modernen Retreat-Zentren. Doch um dieses Medizin wirklich zu verstehen, müssen wir zurück zu ihren Wurzeln gehen.
Zurück in den Amazonas.

Der Ursprungsort der Ayahuasca
Ayahuasca stammt aus dem Amazonasgebiet, insbesondere aus Regionen in Peru, Brasilien, Kolumbien und Ecuador. Der Begriff Ayahuasca stammt aus der Quechua-Sprache und bedeutet wörtlich „Liane der Seele“ oder „Liane der Toten“.
Die traditionelle Zubereitung besteht aus zwei Hauptpflanzen:
Banisteriopsis caapi (die Liane)
Psychotria viridis oder Diplopterys cabrerana (Blätter mit DMT)
Für sich genommen sind diese Pflanzen nicht visionär, aber zusammen entfalten sie eine starke synergetische Wirkung. Das Ergebnis ist eine tiefgreifende, oft emotionale und visionäre Medizin, die Türen zu innerer Arbeit, spiritueller Heilung und Verbindung mit dem Unsichtbaren öffnet. Das Wissen über die Wirkung und Zubereitung wurde nicht aus Büchern gewonnen, es stammt aus Generationen von Praxis, Gebet, Dietas (Fasten mit Pflanzen) und Kommunikation mit dem Geist des Waldes.
Die Rolle des Schamanen (oder Curandero/Onaya)
In den indigenen Kulturen des Amazonas wird Ayahuasca niemals leichtfertig oder aus Neugier eingenommen. Es wird im Rahmen einer Zeremonie verwendet, die von einem erfahrenen Schamanen (auch Curandero oder Onaya genannt) geleitet wird.
Diese Menschen verbringen oft Jahre allein im Dschungel, im Fasten mit verschiedenen Meisterpflanzen, im Gebet, im Lauschen. Eine tiefe, spirituelle Ausbildung, die nicht durch Worte, sondern durch Erfahrung vermittelt wird.
Die Aufgabe des Schamanen ist nicht nur das Ausschenken der Medizin, sondern das Halten und Führen des energetischen Raums. Dies geschieht häufig durch Icaros, heilige Lieder, die Energien bewegen, Blockaden lösen und Heilung anstossen.
Der Schamane dient als Brücke zwischen der sichtbaren und der unsichtbaren Welt, tief verwurzelt in Gemeinschaft, Spiritualität und Kosmologie.
Eine Zeremonie wie keine andere
An einer Ayahuasca-Zeremonie im Amazonas teilzunehmen, ist eine Erfahrung, die weit über das „Trinken einer Pflanzenmedizin“ hinausgeht. Es ist ein Eintritt in eine lebendige Tradition. Vielleicht hörst du nachts die Stimmen des Dschungels: Frösche, Insekten, Regen, vermischt mit den kraftvollen Gesängen der Schamanen. Vielleicht liegst du auf einer Palmblattmatte unter einem Strohdach, das Mondlicht tanzt auf dem Boden. Und vielleicht beginnst du zu spüren, tief im Innern, dass du niemals getrennt warst. Nicht von der Natur. Nicht vom Geist. Nicht von dir selbst.
Für viele bedeutet die Rückkehr zur Quelle nicht nur persönliche Heilung, sondern auch ein Gefühl tiefer Ehrfurcht für das indigene Wissen und eine neue Verantwortung, dieses Wissen zu schützen.
Warum manche Menschen Ayahuasca ausserhalb des Amazonas suchen
So kraftvoll und ursprünglich das Amazonasgebiet auch ist, es ist nicht für jede*n der richtige Ort, um diese Reise zu beginnen.
Die Umgebung kann intensiv sein. Sprachbarrieren, kulturelle Unterschiede und fehlende Strukturen können überwältigend wirken. Für viele Menschen ist ein Ort, der mehr Struktur, Unterstützung und Integration bietet, der sinnvollere erste Schritt.
Hier kommt Pandorita ins Spiel. Wir verbinden tiefe Achtung für die Amazonische Tradition mit einem sicheren, naturnahen Rückzugsort in Costa Rica. Einem Raum, der bewusst gehalten wird und echte Transformation ermöglicht.
Wir arbeiten ausschliesslich mit Shipibo-Schamaninnen aus Peru – einem indigenen Volk mit einer starken Ayahuasca-Tradition. Und wir schaffen einen Rahmen, in dem echte Begegnung, Erdung und Integration möglich werden.
Zum Abschluss: Die Liane lebt weiter
Egal, ob du Ayahuasca im Amazonas, in Costa Rica oder an einem anderen Ort kennenlernst – der Ruf ist immer derselbe: Eine Beziehung.
Zu dir selbst. Zur Erde. Zum Geist. Zum grossen Mysterium.
Mit Ayahuasca zu arbeiten, bedeutet, dich auf einen heiligen Dialog einzulassen. Und dich daran zu erinnern, dass dieser Weg nicht bei uns beginnt. Er begann vor langer Zeit, tief im Dschungel – mit den Pflanzen, den Liedern und den Menschen, die zugehört haben.
Mögen wir dieses Wissen immer würdigen.



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